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Schulstress bewältigen

Mehr Ausgeglichenheit für Kinder und Jugendliche

Schulstress ist ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger in den Medien und im Gespräch unter Schülern, Eltern und Lehrern auftaucht. Stress entsteht, wenn wir uns überfordert fühlen, sei es durch zu viele Aufgaben, hohe Erwartungen oder andere Faktoren. In der Schule kann dieser Stress durch Prüfungen, Hausaufgaben, soziale Interaktionen und vieles mehr verursacht werden. Wir erklären wie es zu Schulstress kommt und wie man den Schulstress bewältigen kann.

Inhalt

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Einleitung

Warum ist das Thema Stress für Schüler relevant?

Stress ist nicht nur ein Erwachsenenproblem. Tatsächlich sind viele Schüler heutzutage gestresst. Eine Studie der DAK hat gezeigt, dass 43% der Schülerinnen und Schüler oft oder sehr oft gestresst sind. Das ist fast die Hälfte aller Schüler! Und das ist besorgniserregend, denn anhaltender Stress kann sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen haben. Unter dem Schulstress leiden nicht nur die schulischen Leistungen, sondern es kann darüber hinaus auch zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Schlafproblemen, Angstzuständen und sogar Depressionen führen.

Ein Gedankenexperiment

Erinnere dich an deine eigene Anschlussprüfung, oder an das Bewerbungsgespräch für den Job, den du unbedingt haben wolltest. Dein Herz schlug schneller, deine Hände wurden schwitzig. Das war Stress. Und genau so könnte es auch deinem Kind in manchen schulischen Situationen gehen.

Wie macht sich Schulstress bemerkbar?

Schulstress kann sich auf unterschiedlichste Art und Weise ausdrücken. Er kann sich sowohl durch emotionale als auch körperliche Symptome bemerkbar machen, oder auch durch Verhaltensänderungen. Im Folgenden sind ein paar typische Anzeichen gelistet, die auf Schulstress hindeuten könnten.

Emotionale Symptome

  • Angst
  • Sorgen
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Traurigkeit
  • Depression
  • Nervosität
  • Panikattacken
  • Geringes Selbstwertgefühl

Körperliche Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen oder Magenprobleme
  • Schlafstörungen, wie Schlaflosigkeit oder Albträume
  • Muskelverspannungen und -schmerzen
  • Erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz
  • Appetitveränderungen, entweder gesteigerter oder verminderter Appetit

Verhaltensveränderungen

  • Rückzug von sozialen Aktivitäten
  • Prokrastination (Aufschieben von Aufgaben)
  • Konzentrationsprobleme
  • Geringe Motivation und Interesse an schulischen Aktivitäten
  • Vermeidung von schulischen Verpflichtungen

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass jedes Kind unterschiedlich ist und Stress sich individuell äußert. Wenn dein Kind Anzeichen von Schulstress zeigt oder du das Gefühl hast, dass es gestresst sein könnte, ist es wichtig, Unterstützung anzubieten und gemeinsam geeignete Bewältigungsstrategien zu fördern. Auch Lehrer und Schulpsychologen können eine wichtige Rolle dabei spielen, Jugendlichen bei der Bewältigung von Schulstress zu helfen.

Welche Ursachen kann Schulstress haben?

Um den Schulstress langfristig abbauen zu können, ist wichtig, die individuellen Ursachen genauer zu betrachten und Lösungswege zu finden. Schulstress kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie z.B. hoher Leistungsdruck, Mobbing, Prüfungsangst oder übermäßige schulische Belastung.

Leistungsdruck

Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort an dem Schüler bewertet werden. Hinzu kommen elterliche Erwartungen, der direkte Vergleich mit Gleichaltrigen und das gesellschaftliche Narrativ, dass junge Menschen nur erfolgreich sein können, wenn sie ausschließlich hervorragende Leistungen bringen. All das kann dazu führen, dass Schüler und Schülerinnen sich gestresst fühlen.

Sozialer Druck

Die Schule ist ein sozialer Mikrokosmos, in dem Schülerinnen und Schüler einen Platz finden wollen oder müssen. Dabei kann es zu Meinungsverschiedenheiten, Gruppendruck oder sogar auch Mobbing kommen. Bei vielen Schülern in die Angst vor Ablehnung groß und alleine das Gefühl zu haben, nicht dazuzugehören, kann zu Schulstress führen.

Zeit- und Organisationsprobleme

Hausaufgaben, Referate, Prüfungen, Hobbies, Freunde treffen – manchmal kann es einfach zu viel werden und der Schulstress nimmt überhand. Organisationsprobleme können dazu führen, dass Schüler sich überfordert und gestresst fühlen, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Zeit effektiv nutzen können.

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Online Kurs "Schulstress bewältigen"

Wir leben in turbulenten Zeiten und besonders für Kinder und Jugendliche kann der Schulstress schnell belastend werden. Da junge Menschen sich diesem Stress nur bedingt entziehen können, wird Stressmanagement immer wichtiger.

Dieser Onlinekurs ist eine Art Leitfaden mit verschiedenen Lösungsansätzen um Schulstress zu reduzieren. Die verschiedenen Instrumente können es jungen Menschen erleichtern, den alltäglichen Schulstress wirkungsvoll zu bewältigen und ein Leben mit mehr Leichtigkeit und innerer Ruhe zu führen.

Was hilft gegen Schulstress?

Es ist wichtig zu beachten, dass Schulstress bei verschiedenen Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist. Es ist ratsam, diejenigen Strategien auszuwählen, die am besten zur persönlichen Situation passen und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Entspannungstechniken

Atemübungen sind eine einfache, aber mächtige Methode, um den Körper zu beruhigen und Schulstress abzubauen. Du kannst deinem Kind beibringen, sich auf seine Atmung zu konzentrieren und tiefe Atemzüge zu nehmen, wenn es sich ängstlich oder gestresst fühlt. Diese Technik kann besonders vor Prüfungen oder während stressiger Situationen hilfreich sein, um den Schulstress zu bewältigen.

Meditation ist eine weitere wertvolle Entspannungstechnik. Meditation hilft, den Geist zu beruhigen und die Gedanken zu zentrieren. Du kannst deinem Kind einfache Meditationsübungen beibringen oder sogar gemeinsam mit ihm an geleiteten Meditationssitzungen teilnehmen. Es gibt viele Apps und Online-Ressourcen, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt wurden, um den Schulstress zu meistern.

3 Tipps für sofort mehr Entspannung

3 Tipps für besseres Zeitmanagement

Eine der größten Herausforderungen für Schüler ist das Gefühl, nicht genug Zeit zu haben. Zeitmanagement, also das Wissen darüber wie man Zeit effektiv nutzt, ist eine Fähigkeit, die Schülern hilft, ihre akademischen und persönlichen Verpflichtungen besser zu bewältigen. Hier sind einige Tipps, die du mit deinem Kind teilen kannst:

  • Prioritäten setzen:
    Hilf deinem Kind zu verstehen, was am wichtigsten ist und was zurückgestellt werden kann. Setzt klare und realistische Lernziele, die für mehr Fokus und eine bessere Priorisierung sorgen.
 
  • Planung:
    Ermutige dein Kind, einen Lernplan zu erstellen. Als Hilfe könnte ein wöchentlicher Planer dienen, der Lernzeiten, Freizeitaktivitäten und Erholungspausen beinhaltet.
 
  • Vermeidung von Prokrastination:
    Wenn du feststellst, dass dein Kind seine Aufgaben und Lernzeiten mit anderen Dingen füllt, dann solltet ihr gemeinsam den Grund für dieses Aufschieben herausfinden. Als nächstes gilt es dann nach Lösungen zu suchen, wie dieses Verhalten vermieden werden kann.

Beispiel

Dein Kind hat ein großes Schulprojekt, mehrere Hausaufgaben zu erledigen und eine bevorstehende Prüfung. Um alles im Griff zu haben, erstellt ihr zusammen eine To-Do-Liste und einen Zeitplan, der jeder Aufgabe feste Bearbeitungszeiten zuweist. Dieser Ansatz kann dazu beitragen, das Gefühl der Überforderung zu reduzieren und deinem Kind ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

Eliminieren oder reduzieren digitaler Lernzeitfresser

Regelmäßige Pausen und Freizeit

Es ist wichtig, dass Schüler verstehen, dass übermäßiges Lernen und Üben ohne Pausen kontraproduktiv sein kann. Der Geist braucht Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. Hier sind einige Punkte, die du mit deinem Kind besprechen kannst:

  • Regelmäßige Pausen: Kurze Pausen während der Lernphasen können helfen, den Geist zu erfrischen und die Konzentration zu fördern. Dies könnte ein kurzer Spaziergang, ein paar Dehnübungen oder einfach nur ein Moment fernab des Schreibtischs sein.

  • Hobbys und Interessen: Ermutigen Sie Ihr Kind, sich Zeit für Aktivitäten zu nehmen, die es genießt. Ob es sich um Sport, Kunst, Musik oder andere Hobbys handelt, es ist wichtig, Zeit für Freude zu haben.

  • Sozialisierung: Freundschaften und soziale Interaktionen sind ein wesentlicher Teil des emotionalen Wohlbefindens. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind Zeit mit Freunden verbringt und positive soziale Erfahrungen macht.

Beispiel

Dein Kind hat den ganzen Tag gelernt und fühlt sich müde und gestresst. Anstatt es zu drängen, weiterzumachen, ermutige es, eine Pause einzulegen und etwas zu tun, das es genießt, wie z.B. Malen oder Musik hören. Diese Freizeitaktivitäten sind keine „Zeitverschwendung“, sondern eine gute Möglichkeit, Schulstress abzubauen und die geistige Gesundheit zu fördern.

Fazit

Schulstress hat viele Ursachen, von akademischem und sozialem Druck bis hin zu Zeitmanagement und Organisationsproblemen. Es ist wichtig, diese Ursachen zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen. Nur so können Schüler einen gesunden und ausgewogenen Schulalltag erleben und ihren Schulstress bewältigen. Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung ihrer Kinder, um mit dem Stress des Schullebens umzugehen. Indem ihnen effektive Entspannungstechniken, Zeitmanagement-Strategien und die Bedeutung von Pausen und Freizeit vermittelt werden, kann ihnen geholfen werden, besser mit Stress umzugehen und ihr volles Potential zu entfalten. Es geht nicht nur darum, gute Noten zu erzielen; es geht darum, ein gesundes Leben zu führen.

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